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Museen und Geschichte

Manche sagen, Weimar an sich sei ein einziges Museum... Doch egal ob man diese Einschätzung nun teilt der nicht, Tatsache ist, dass es in der Stadt und in ihrer Umgebung eine Vielzahl international bedeutsamer Museen, Archive, Bibliotheken und Galerien gibt. Die meisten davon können Sie übrigens mit Ihrem Teilnehmerausweis kostenlos besuchen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die folgenden:

  • Goethes Wohnhaus
    Eines der wichtigsten Zeugnisse des klassischen Weimar: Fast 50 Jahre lang bewohnte Johann Wolfgang von Goethe das im barocken Stil erbaute Haus. Heute ist weitgehend der Zustand aus Goethes letzten Lebensjahren zu besichtigen. 
  • Herzogin Anna Amalia Bibliothek
    Das „Grüne Schloss“, von Anna Amalia zur Bibliothek und zu einem einzigartigen Ensemble aus Büchersammlung, Kunstbestand und Architektur umgebaut. Weltberühmt ist der Rokokosaal. Aus konservatorischen Gründen ist die Besucherzahl limitiert. Reservierungen werden empfohlen.
  • Stadtschloss
    Die Prunkräume im ehemaligen Residenzschloss beeindrucken ebenso wie die Sammlung erstklassiger europäischer Kunst vom Mittelalter und der Reformationszeit bis hin zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Das Schloss war Regierungsitz und Wohnstätte der Herzöge und Großherzöge.
  • Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
    Ein in den Innenhof des Roten und Gelben Schlosses eingesetzter neuer Bücherkubus bildet das Kernstück des neuen Studienzentrums. Mit seinem Kontrast zwischen rauher Außenseite aus Sichtbeton und feiner Holzschale im Innern und mit seinen umlaufenden Büchergalerien ist dieser geometrische Innenraum das zeitgemäße Pendant zum Rokokosaal.
  • Schillers Wohnhaus
    Seine letzten drei Lebensjahre verbrachte Friedrich Schiller in dem Bürgerhaus an der damaligen Esplanade. Heute ist es im Stil der Schillerzeit mit teilweise originalem Inventar eingerichtet. Die Dauerausstellung "Schiller in Thüringen" gibt einen Einblick in sein Leben und Schaffen.
  • Wittumspalais
    Nach dem Brand des Stadtschlosses wurde das Palais zum Witwensitz und zur Stadtwohnung von Herzogin Anna Amalia. Das zweiflüglige barocke Gebäude ist wichtiges Dokument der adligen Wohnkultur in Weimar.
  • Neues Museum Weimar
    Im beeindruckenden Neorenaissance-Bau des ehemaligen Großherzoglichen Museums befindet sich heute zeitgenössische Kunst. Die Klassik Stiftung zeigt wechselnde Ausstellungen. Zudem unterhält hier die Bauhaus-Universität eine Galerie, die aktuelle Arbeiten von Studenten präsentiert.
  • Goethes Gartenhaus
    Goethe, der das Gartenhaus vom Herzog geschenkt bekam, wohnte darin bis zu seinem Umzug an den Frauenplan. Ein Zufluchtsort für Goethe und nach seinem Tod ein Pilgerort der Goetheverehrer. 
  • Liszt-Museum
    In der ehemaligen Hofgärtnerei am Eingang des Parks wohnte Franz Liszt zwischen 1869 und 1886 in den Sommermonaten und empfing seine internationale Schülerschar zum Klavierunterricht. Das historische Obergeschoss wird durch eine zeitgemäße Dauerausstellung im Erdgeschoss ergänzt.
  • Römisches Haus
    "Italien in Germanien ansiedeln". Das Römische Haus ist das erste klassizistische Gebäude Weimars, Goethe begleitete am Anfang die Bauarbeiten für das tempelartige Gebäude im dorischen Stil als Bauleiter. 
  • Goethe-Schiller-Archiv
    Großherzogin Sophie ließ das älteste Literaturarchiv Deutschlands nach dem Vorbild des „Petit Trianon“ im Park von Versailles für die Unterbringung der handschriftlichen Nachlässe Goethes und Schillers errichten. Die Bestände des Goethe- und Schiller-Archivs stehen für die wissenschaftliche Nutzung im Original oder als Film zur Vefügung.
  • Nietzsche-Archiv
    In der Villa Silberblick verbrachte der kranke Friedrich Nietzsche die letzten Jahre seines Lebens, seine Schwester richtete hier das Nietzsche-Archiv ein. Das Haus wurde zum Kultort der „Nietzsche-Gemeinde“.
  • Bauhaus-Museum
    In Weimar ist das Staatliche Bauhaus vor 90 Jahren gegründet worden – die berühmte Designhochschule mit weltweiter Ausstrahlung. Die Klassik Stiftung Weimar zeigt hier die Arbeiten des frühen Bauhauses.
  • Schloss Belvedere
    Ein elegantes Lustschloss, das Herzog Ernst August sich bauen ließ und das bedeutendste unter seinen rund 20 Jagd- und Lustschlössern. Es war mit den zahlreichen Nebengebäuden – darunter Kavaliershäuser und Orangerie - eine einheitlich durchgestaltete barocke Lustschlossanlage.
  • Schloss Tiefurt
    Ursprünglich war es das Gutspächterhaus, bis Herzogin Anna Amalia das bescheidene Schlossgebäude nach Schloss Ettersburg als Sommersitz übernahm und zu einer Stätte literarisch-geselliger Begegnungen machte. Die heutige Gestaltung spiegelt den Geschmack der Zeit um 1800 wider.
  • Schloss Ettersburg
    Das Ettersburger Schloss besteht aus dem alten Schloss, der sich anschließenden Kirche und dem vorgelagerten Schloss. Zunächst hatte dort Anna Amalia ihren Sommersitz. Das Schloss ist in den vergangenen Jahren grundlegend restauriert worden.
  • Park an der Ilm
    Goethe beeinflusste die Gestaltung des Landschaftsparks sehr stark. Heute finden sich Spuren klassischer und nachklassischer Zeit. Charakteristisch sind die zahlreichen Sichtachsen. Gestalterischer Höhepunkt ist das Römische Haus. Heute ist der Park beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen.
  • Schlosspark und Orangerie Belvedere
    Die repräsentative barocke Gartenanlage von 1748 im französischen Stil wurde später in einen englischen Garten umgewandelt. Zur Orangerie für die wertvollen Orangenbäume und Lustgarten gesellten sich ein Russischer Garten, ein Heckengarten und ein Irrgarten. Die Belvederer Pflanzensammlung wurde um 1820 berühmt.
  • Schlosspark Tiefurt
    Der jüngste Sohn Anna Amalias, Prinz Constantin, legte die ersten landschaftlich gestalteten Partien an. Als seine Mutter ihren Sommersitz nach Tiefurt verlegte, setzte sie die Parkgestaltung schrittweise fort. Später wurde er umgestaltet und erneuert.
  • Schlosspark Ettersburg
    Ein Kleinod thüringischer Gartenkunst – der Schlosspark und der Pücklerschlag – eine lange Waldwiese, die sich den Hang hinauf zieht. Eine der vor 250 Jahren angelegten Schneisen wurde im Kulturstadtjahr 1999 wieder frei geschlagen und führt als "Zeitschneise" vom Schloss Ettersburg zur heutigen Gedenkstätte Buchenwald.